Fisheye Trainingstag

Ruhrhochwasser

Ich habe mich mutig in meine Halbschuhe gestürzt und begab mich an meinen Hausfluss, die Ruhr. Natürlich nicht ohne mich selber mit einer wichtigen Mission zu beauftragen: Ausprobieren was  mein neues gebrauchtes Fisheye-Objektiv aus dem Niedrigpreisniveau so alles drauf hat. Also Kamera mit Objektiv geschultert und ab ans Wasser. Bereits vom Deich, der dem Fluss den Weg zeigen soll den er maximal zu fließen hat, sah ich die Bescherung: Land unter. Das darf doch nicht wahr sein! Ich wollte doch einen schön dahin fließenden Fluss in seinem Bette ablichten und nun präsentiert er sich als unbändiges Wassermonster…tz tz.

Ok, es gilt es nun zu schauen was so als Ersatzmotiv herhalten kann. Einige Bilder von Schwänen und anderen Wasservögel ergaben nicht wirklich den erhofften Effekt, welchen ich von einem Fisheye erwarte. Ganz zu schweigen von den trostlosen kahlen Astspitzen der Büsche, die sich gezwungener Maßen als Apnoetaucher versuchten und am überspülten Ufersaum krampfhaft der starken Strömung standhielten.

Schnell wurde mir klar dass der einstige Uferbereich nicht wirklich seinen Modeljob machen wollte. Also begab ich mich an die Bereiche an der das temporären Flussufer gerade lag. Leider zierte den neuen Ufersaum allerlei Unrat den der Fluss auf seinem Weg mitgenommen hatte. Jedoch gab es auch Bereiche in den überspülten Wiesen die nicht so sehr oder sogar gar nicht der starken Strömung ausgesetzt waren. Dorthin begab ich mich. Auch hier fand ich zunächst kein wirkliches Fisheye taugliches Motiv. Bis ich schließlich den oben gezeigten Baum fand und hier endlich ein wenig  die Vorzüge eines solch besonderen Objektives mit dem vorhandenen Bild vereinen konnte.

Und die Moral von der Geschicht: Geh ohne Gummistiefel nicht!
Denn halbe Schuhe sind keine würdigen Gegner im Kampf gegen sumpfige Wiesen.